EUREX: Optionen und Futures

Was ist die EUREX?

 

EUREX steht für „European Exchange“ und beschreibt eine Terminbörse für Finanzderivate, zu denen in erster Linie Futures und Optionen gehören. Die EUREX wurde bereits im Jahre 1998 aus dem Zusammenschluss der Deutschen Terminbörse (DTB) und der Swiss Exchange (SWX) gegründet, um eine gemeinsame Handels- und Clearing-Plattform für den Handel von derivaten Finanzprodukten zu schaffen.

Die EUREX und ihre Handelszeiten

 

In der Regel beginnt ein Handelstag an der EUREX um 7:30 Uhr und endet um 22 Uhr MEZ und wird in drei Phasen eingeteilt: Das Pre-Trading, das Trading und das Post-Trading.

Diese Phasen gelten grundsätzlich für alle Finanzprodukte, allerdings zeichnen sich bestimmte Märkte durch produktspezifische Handelszeiten der jeweiligen Phasen aus. Deshalb hier die Handelszeiten der wichtigsten EUREX-Kontrakte:

Euro-Bund-Futures (FGBL) von 08:00 bis 22:00

DAX®-Futures (FDAX®) von 07:50 bis 22:00

EURO STOXX 50® Index Futures (FESX) von 07:50 bis 22:00

Die Handelszeit für die DAX®-Optionen (ODAX): von 08:50 bis 19:00

Eine komplette Aufzählung sämtlicher Handelszeiten der EUREX finden Sie HIER

Verfallstermine an der Eurex

 

Da Kontrakte auf Optionen und Futures verfallen, gibt es stets einen bestimmten Verfallstag an einer Terminbörse wie der EUREX. Dieser Verfallstag findet hierbei vier Mal in Jahr statt – in der Regel wird hierfür der dritte Freitag des dritten Monats eines Quartals angesetzt. Da dieser Verfallstag in der Regel mit erhöhten Umsätzen und unberechenbaren Kursbewegungen einhergeht, wird er häufig auch als „Großer Hexensabbat“ bezeichnet. Am „kleinen Verfallstag“, der jeden Monat am dritten Freitag stattfindet, werden hingegen Optionen auf Aktien und den DAX fällig.

Was sind Optionen?

 

Als Option wird im Finanzwesen ein Vertrag zwischen zwei Parteien beschrieben.

In diesem Fall hat der Käufer das Recht, eine bestimmte Menge eines spezifischen Wertpapieres zu einem festgelegten Preis, dem Basispreis zu kaufen oder zu verkaufen – allerdings ist er dazu nicht verpflichtet. Entscheidet er sich hingegen für die Call- oder Put-Option, zahlt er eine Optionsprämie an den Verkäufer.

Der Verkäufer verpflichtet sich indes, eine bestimmte Menge des spezifischen Wertpapieres zum genannten Zeitpunkt und zum festgelegten Preis an den Käufer zu verkaufen. Hierbei stehen ihm zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Entweder, er besitzt die Wertpapiere selbst und verkauft sie aus seinem Depot (wird als gedecktes Geschäft bezeichnet), oder er besitzt sie nicht und muss sie zunächst zum aktuellen Kurs an der Börse kaufen. Daraufhin verkauft er sie zum festgelegten Preis an den Käufer weiter – ungedeckte Geschäfte sind allerdings nur sehr spekulativ und mit einem hohen Risiko verbunden.

Was sind Futures?

 

Futures werden in Finanzterminkontrakte (Financial Futures) und Warenterminkontrakte (Commodity Futures) unterteilt.

Anders als Optionen sind Futures nicht mit Kosten in Form von Prämien verbunden, allerdings müssen die Vertragspartner eine Vorschusszahlung leisten. Diese dient als Sicherheitsleistung und ist auch unter den Bezeichnungen „Einschusszahlung“ oder „Initial Margin“ bekannt. Meist beläuft sich die Einschusszahlung nur auf einen Bruchteil des Kontraktwertes und wird in Form von Bargeld auf das Margin-Konto eingezahlt.

Händler und Anleger können entweder auf steigende oder fallende Kurse der entsprechenden Futures spekulieren, was den Handel mit Futures im Grunde zum Differenzgeschäft macht. Das bedeutet, dass derjenige, der die Futures-Kontrakte gekauft hat, diese früher oder später auch wieder verkaufen muss, ebenso wie derjenige, der seine Kontrakte verkauft hat, diese an der Terminbörse erneut zurückkaufen muss. Im Rahmen dieses Prozesses stellt der Trader seine Position „glatt“ – doch da die Terminbörse pro Futures-Kontrakt nur eine niedrige Einschusszahlung verlangt, kann der Anleger unter Umständen von einer hohen Hebelwirkung auf sein Kapital profitieren.

Ein kleines Beispiel anhand eines DAX-Futures:

DAX-Punktestand: 9.000

Kontraktwert: 25 € pro DAX-Punkt

Kontraktwert bei 9.000 Punkten: 225.000€

Initial Margin: 11.000€

Hebel: 225.000/9000 = 25

Konditionen bei BANX

 

Die Kommission für den Kauf oder Verkauf eines Kontraktes:

  • Bei Aktien-Optionen: 2,- € pro Kontrakt
  • Bei DAX-Optionen: EUR 2,- pro Kontrakt
  • Futures (Europa):   2,- € pro Kontrakt
  • Die Margin für 3 beliebte Futures an der EUREX pro Kontrakt:
    • DAX (FDAX): Initial Margin: 11192,19 €
      • Overnight Margin: 17907,50 €
    • Euro STOXX50 (FESX):   Initial Margin:  1466,25 €
      • Overnight Margin: 2346,- €
    • Euro Bund (FGBL):   Initial Margin: 1343,75 €
      • Overnight Margin: 2150,- €

 

Beachte dabei, dass die auslaufenden Futures erst auf Anfrage in den nächsten Kontrakt gerollt werden!

Eurex® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG

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